Die Besteigung des Pico Salvaguardia in den Pyrenäen von Benasque - ein Erlebnisbericht

Die Besteigung des Pico Salvaguardia in den Pyrenäen von Benasque - ein Erlebnisbericht

Erlebnisbericht: Über den Wolken am Pico Salvaguardia

Ein kühler, klarer Morgen empfing uns in Benasque, dem malerischen Hauptort im Herzen der aragonesischen Pyrenäen. Meine Gäste, Sarah und Marc aus Kanada, strahlten vor Vorfreude, als wir, geführt vom Bergführer Thomas Wilken, die kurze Fahrt zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour antraten: dem Pico Salvaguardia (2738 m).

Der Talort Benasque und die wilde Pyrenäenregion
Die Region um Benasque ist nicht nur landschaftlich, sondern auch geografisch von zentraler Bedeutung für die Pyrenäen. Das Valle de Benasque ist das Tor zum Naturpark Posets-Maladeta, einer wilden Hochgebirgslandschaft, die die höchsten Gipfel der Kette beherbergt, darunter den Aneto (3404 m). Die Geologie ist geprägt von Granitmassiven, zahlreichen Bergseen (Ibones) und den Überresten riesiger Gletscher.

Benasque selbst, auf etwa 1.140 Metern gelegen, ist der ideale Ausgangspunkt. Das historische Dorf mit seinen steinernen Häusern, den typisch aragonesischen Dächern und der romanischen Kirche strahlt eine charmante Ruhe aus. Es dient als kulturelles und logistisches Zentrum für Bergsteiger und Wanderer, die die umliegenden Dreitausender erkunden möchten.

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Die Aufstiegsroute zum Pico Salvaguardia
Der Aufstieg zum Pico Salvaguardia ist eine klassische, hochalpine Wanderung und bietet einen der besten Panoramablicke auf das Maladeta-Massiv.

Startpunkt (La Besurta):
Unsere Wanderung begann an der La Besurta, dem oberen Endpunkt des Tals, der im Sommer nur mit dem Shuttlebus vom Hospital de Benasque aus erreichbar ist.

Zum Port de la Picada:
Der Pfad führt zunächst steil ansteigend durch Kiefernwälder, bevor er in hochalpines Gelände übergeht. Wir gewannen schnell an Höhe, passierten das Refugio de la Renclusa (eine wichtige Basis für die Aneto-Besteigung) und folgten der gut markierten Route in Richtung Norden.

Die Königspassage:
Die zweite Hälfte des Aufstiegs führt über steinige Hänge und Geröllfelder. Der Weg ist klar erkennbar, erfordert aber Konzentration, da die Luft dünner wird. Wir steuerten direkt auf den Port de la Picada zu, einen historischen Pass, der die Grenze zu Frankreich markiert.

Der Gipfelanstieg:
Kurz vor Erreichen des eigentlichen Passes zweigt der Weg nach links (Westen) ab. Über einen kurzen, aber exponierten und felsigen Steig erreichten wir den Gipfel des Pico Salvaguardia (2738 m).

Der Ausblick und das „Wow-Erlebnis“
Als wir den Gipfel erreichten, lagen uns die Pyrenäen zu Füßen. Die kanadischen Gäste, Sarah und Marc, waren sichtlich überwältigt. „This is breathtaking, Thomas! Not quite the Rockies, but absolutely stunning,“ rief Marc begeistert.

Von hier oben war die Aussicht spektakulär:
Süden (Spanien): Der Blick dominierte das gesamte Maladeta-Massiv mit dem Aneto als majestätischem Höhepunkt. Wir konnten die Gletscherreste und die wilden Felsformationen dieses höchsten Abschnitts der Pyrenäen bestaunen.
Norden (Frankreich): Auf der anderen Seite öffnete sich der Blick tief in das französische Val d'Aran.

Nach einer wohlverdienten Pause mit Blick auf die spanisch-französische Gebirgskette und einigen kanadischen Anekdoten über die Rocky Mountains traten wir den Abstieg an. Die Faszination der Pyrenäen, ihre Schroffheit und die klare, reine Bergluft hatten die beiden Kanadier und mich als Bergführer tief beeindruckt. Der Pico Salvaguardia ist ein perfekter Gipfel, um dieses alpine Juwel kennenzulernen.

2 Kommentare

jlqqsi

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