Wandern und Bergsteigen in den Abruzzen, die 5 höchsten Berge vor den Toren Roms

Wandern und Bergsteigen in den Abruzzen, die 5 höchsten Berge vor den Toren Roms

Die höchsten Berge der Abruzzen – fünf Gipfel für Bergfreunde

Die Abruzzen gehören zu den eindrucksvollsten Bergregionen Italiens. Mit dem Gran Sasso und der Majella erreichen die Berge hier Höhen von fast 3.000 Metern und bieten eine Landschaft, die eher an die Alpen als an Mittelitalien erinnert. Schroffe Kalkgipfel, weite Hochflächen, Geröllfelder und tiefe Täler prägen den zentralen Apennin. Die fünf höchsten Gipfel der Region sind zugleich interessante Ziele für erfahrene Bergwanderer.

Demnächst bei uns ab dem 8.9. geht es in die Abruzzen:

https://www.suedamerikatours.de/de/blog/trekking-in-den-abruzzen-6-tage-wandern-zwischen-gipfeln-und-urspruenglichen-berghuetten?highlight=WyJhYnJ1enplbiIsImFicnV6emkiXQ==

 

1. Corno Grande – 2.912 m

Der Corno Grande ist mit 2.912 Metern der höchste Berg der Abruzzen und gleichzeitig der höchste Gipfel des gesamten Apennin. Er gehört zum mächtigen Gran-Sasso-Massiv und erhebt sich über der weitläufigen Hochebene des Campo Imperatore. Besonders eindrucksvoll ist die felsige Gipfelkrone mit mehreren Spitzen sowie der Blick hinunter zum Calderone, einem der südlichsten Gletscher Europas. Der Normalweg beginnt meist am Campo Imperatore auf etwa 2.130 Metern und führt zunächst über die Sella di Monte Aquila und anschließend durch felsiges und teilweise gerölliges Gelände zum Gipfel. Der letzte Abschnitt ist steil und erfordert Trittsicherheit, teilweise werden die Hände zu Hilfe genommen. Bei guter Sicht reicht der Blick vom Gipfel über die Abruzzen bis zur Adriaküste.

Tourdaten:

  • Höhe: 2.912 m
  • Ausgangspunkt: Campo Imperatore, ca. 2.130 m
  • Höhenmeter: ca. 800 m
  • Strecke: ca. 10 km hin und zurück
  • Gehzeit: ca. 5–6 Stunden
  • Schwierigkeit: schwer / EE

Die häufig begangene Variante ab Campo Imperatore wird mit rund 9,9 km und 800 Höhenmetern angegeben.

2. Monte Amaro – 2.793 m

Der Monte Amaro ist mit 2.793 Metern der höchste Gipfel der Majella und der zweithöchste Berg der Abruzzen. Im Gegensatz zum relativ hoch gelegenen Ausgangspunkt des Corno Grande beginnt der klassische Aufstieg hier deutlich tiefer und ist deshalb wesentlich länger. Eine beliebte Route führt vom Rifugio Bruno Pomilio über die Hochflächen der Majella, vorbei am Bivacco Fusco und über den langen Bergrücken zum Gipfel. Die Landschaft wirkt in den höheren Bereichen fast alpin und ist von ausgedehnten Kalksteinflächen und Geröll geprägt. Auf dem Gipfel steht das markante rote Bivacco Pelino, und bei klarer Sicht eröffnet sich ein außergewöhnlicher Blick über die Adria und weite Teile Mittelitaliens. Der Monte Amaro ist vor allem wegen der langen Distanz und des großen Höhenunterschieds eine ernsthafte Bergtour.

Tourdaten – Variante ab Rifugio Pomilio:

  • Höhe: 2.793 m
  • Ausgangspunkt: Rifugio Bruno Pomilio, ca. 1.895 m
  • Höhenmeter: ca. 1.450 m
  • Strecke: ca. 26–27 km hin und zurück
  • Gehzeit: ca. 9–10 Stunden
  • Schwierigkeit: schwer / EE

Die klassische Route ab dem Rifugio Pomilio wird mit etwa 1.450 Höhenmetern und 9,5 Stunden Gesamtzeit angegeben; eine aufgezeichnete Rundtour kommt auf 26,6 km und 1.539 Höhenmeter.

3. Monte Acquaviva – 2.737 m

Der Monte Acquaviva erreicht 2.737 Meter und ist damit der dritthöchste Gipfel der Abruzzen sowie einer der höchsten Berge der gesamten Majella. Der Berg ist wesentlich weniger bekannt als der benachbarte Monte Amaro und vermittelt dadurch ein besonders ursprüngliches Bergerlebnis. Der Aufstieg vom Rifugio Bruno Pomilio führt über die Tavole dei Briganti und die Sella Acquaviva in Richtung Bivacco Fusco. Anschließend geht es über den Monte Focalone und einen steinigen Höhenrücken weiter zur Acquaviva. Der obere Bereich ist karg, felsig und erinnert mit seinen ausgedehnten Kalkflächen tatsächlich an eine alpine Mondlandschaft. Vom Gipfel bietet sich ein hervorragender Blick über die Majella, die Abruzzen und bis zur Adriaküste.

Tourdaten:

  • Höhe: 2.737 m
  • Ausgangspunkt: Rifugio Bruno Pomilio, ca. 1.895 m
  • Höhenmeter: ca. 900 m
  • Strecke: ca. 20 km hin und zurück
  • Gehzeit: ca. 7–8 Stunden
  • Schwierigkeit: schwer / EE

Das Nationale Majella-Park nennt für eine Route ab der Maielletta rund 900 Höhenmeter; eine CAI-Tour ab dem Rifugio Pomilio wird mit 20 km und 897 Höhenmetern angegeben.

4. Monte Focalone – 2.676 m

Der Monte Focalone ist 2.676 Meter hoch und gehört ebenfalls zum Majella-Massiv. Der Gipfel liegt auf einem langen Höhenzug zwischen dem Bivacco Fusco und dem Monte Amaro und lässt sich hervorragend mit anderen Gipfeln der Majella verbinden. Der klassische Anstieg beginnt am Rifugio Bruno Pomilio und führt zunächst durch Latschenfelder und über zunehmend felsiges Gelände zum Bivacco Fusco. Von dort steigt der Weg über einen breiten, steinigen Rücken zum Gipfel an. Besonders beeindruckend ist die Aussicht über die zerklüftete Majella und die östlich gelegene Adriaküste. Der Focalone eignet sich deshalb auch hervorragend als Teil einer längeren Überschreitung in Richtung Monte Amaro oder Monte Acquaviva.

Tourdaten:

  • Höhe: 2.676 m
  • Ausgangspunkt: Rifugio Bruno Pomilio, ca. 1.895 m
  • Höhenmeter: ca. 850–930 m
  • Strecke: ca. 15–16 km hin und zurück
  • Gehzeit: ca. 6–9 Stunden
  • Schwierigkeit: mittel-schwer bis schwer / EE

Für eine Rundtour ab der Majelletta werden 15,4 km und 930 Höhenmeter angegeben; die klassische Normalroute wird mit rund 850 Höhenmetern beschrieben.

5. Pizzo d’Intermesoli – 2.635 m

Der Pizzo d’Intermesoli ist mit 2.635 Metern der dritthöchste Gipfel des Gran-Sasso-Massivs und der fünfte der hier vorgestellten höchsten Gipfel der Abruzzen. Er steht etwas abseits der großen Gipfel des Gran Sasso und wirkt dadurch besonders wild und ursprünglich. Der klassische Aufstieg beginnt am Campo Imperatore und führt über den Passo della Portella, die Sella del Cefalone und die Sella dei Grilli. Von dort folgt der anspruchsvollste Teil der Tour über einen steilen Geröllhang und kurze felsige Passagen bis zum Gipfel. Der Berg verlangt insbesondere wegen des lockeren und steilen Geländes deutlich mehr Trittsicherheit als seine Höhe zunächst vermuten lässt. Vom Gipfel hat man einen großartigen Blick auf Corno Grande, Monte Corvo, Pizzo Cefalone und die weiten Landschaften des Gran Sasso.

Tourdaten:

  • Höhe: 2.635 m
  • Ausgangspunkt: Campo Imperatore, ca. 2.130 m
  • Höhenmeter: ca. 1.000–1.150 m
  • Strecke: ca. 13–15 km hin und zurück
  • Gehzeit: ca. 6–9 Stunden
  • Schwierigkeit: schwer / EE

Der Nationalpark gibt für eine Route ab Campo Imperatore 13 km und 1.000 Höhenmeter an; andere aufgezeichnete Varianten liegen bei etwa 13,3–14,8 km und bis rund 1.200 Höhenmetern.

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