Bergtouren in unberührter Natur: die Ramozhütte in den Plessuralpen

Bergtouren in unberührter Natur: die Ramozhütte in den Plessuralpen

Wege zur Freiheit: Die Ramozhütte – einsame Gipfel über dem Welschtobel

Tief hinten im Welschtobel, oberhalb von Arosa, liegt auf 2.293 Metern die Ramozhütte SAC. Sie steht am Rand eines eindrucksvollen Talkessels, umgeben von schroffen Dolomitgipfeln und weitgehend unberührter Berglandschaft. Anders als die bekannten und stark erschlossenen Gipfel rund um Arosa ist man hier schnell in einer stillen, ursprünglichen Hochgebirgswelt. Die Hütte selbst ist unbewirtschaftet und bietet mit ihren 23 Schlafplätzen einen einfachen, gemütlichen Stützpunkt für Bergsteiger. Dazu gibt es einen Brunnen, eine Kochgelegenheit und eine Toillette ausserhalb der Hütte. Feuerholz ist ebenfalls vorhanden und meistens können sogar Getränke gekauft werden. Bezahlt wird einfach mit Einwurf in die Kasse, die Hütte ist normalerweise nicht bewartet. Mit ihr haben wir einen perfekten Ausgangspunkt für die Besteigung der umliegenden Gipfel.

https://www.suedamerikatours.de/de/alpen/leichte-und-einsame-wanderberge-um-arosa

Von der Ramozhütte führen mehrere interessante Gipfelziele in die umliegenden Berge. Das Aroser Rothorn (2.980 m) ist die höchste Erhebung der Plessuralpen und bietet von seinem breiten Gipfel einen außergewöhnlichen Rundblick über Graubünden. Der Anstieg von der Hütte führt über den Erzhornsattel und verlangt je nach Route bereits alpine Erfahrung und Trittsicherheit.

Noch eindrucksvoller wirkt das Erzhorn (2.924 m). Der markante Dolomitgipfel gilt als eigentlicher Wappenberg von Arosa und erhebt sich mit seinen steilen Felsflanken über dem Welschtobel. Von der Ramozhütte führt der Weg zunächst zum Erzhornsattel, bevor der eigentliche Gipfelanstieg beginnt – deutlich alpiner und anspruchsvoller als eine gewöhnliche Bergwanderung.

Daneben warten weniger bekannte Ziele wie die Pizza Naira (2.870 m) oder der Sandhubel (2.764 m). Gerade diese Gipfel zeigen den besonderen Charakter des Gebietes: Es geht nicht unbedingt um die berühmtesten Berge, sondern um einsame Grate, stille Gipfel und Touren, bei denen man sich die Bergwelt noch weitgehend selbst erschließen kann.

Die Ramozhütte ist damit ein hervorragendes Beispiel für eine andere Seite Graubündens – fernab von Seilbahnen, großen Besucherströmen und bekannten Aussichtsgipfeln. Wer solche stillen und eigenständigen Bergziele sucht, findet in Graubünden noch zahlreiche Gipfel, die trotz ihrer landschaftlichen Qualität vergleichsweise wenig besucht werden.

Genau diesen unbekannteren Bergen widmet sich das E-Book „Einsame Gipfelziele in Graubünden“ – mit Touren zu Gipfeln, die abseits der großen Klassiker liegen und gerade deshalb ihren besonderen Reiz besitzen.

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