Besteigung des Puigmal in den Katalanischen Pyrenäen

Besteigung des Puigmal in den Katalanischen Pyrenäen

Puigmal (2.910 m) – Der heilige Berg Kataloniens in den östlichen Pyrenäen

Der Puigmal ist mit 2.910 Metern einer der höchsten Gipfel der östlichen Pyrenäen und gilt als symbolträchtiger Berg Kataloniens. Er bildet einen markanten Grenzgipfel zwischen Spanien (Katalonien) und Frankreich und ragt über das abgeschiedene Hochtal von Vall de Núria hinaus. Trotz seiner alpinen Höhe ist der Puigmal ein gut zugänglicher Wanderberg – und zugleich ein Ort von großer landschaftlicher, historischer und kultureller Bedeutung.

www.suedamerikatours.de/pyrenäen


Lage und Gebirgsregion

Der Puigmal gehört zur Puigmal–Costabona-Gruppe in den Ripollès-Pyrenäen, einem Teil der östlichen Pyrenäen. Diese Region unterscheidet sich deutlich von den zentralen Pyrenäen:

  • rundere, weitläufige Gipfelformen

  • große Hochweiden und sanfte Grate

  • vergleichsweise wenig Gletscher- oder Felsalpinismus

Der Puigmal selbst ist ein ausgedehnter Gras- und Schuttberg, dessen Gipfelplateau weite Ausblicke bis zum Canigou, zu den Hochpyrenäen und bei klarer Sicht sogar bis zum Mittelmeer erlaubt.


Kulturelle Bedeutung für Katalonien

Für viele Katalanen ist der Puigmal mehr als nur ein Berg:

  • Er gilt als mythischer Grenzberg zwischen Kulturräumen

  • Früherer Weide- und Übergangsraum zwischen Spanien und Frankreich

  • Häufiges Ziel klassischer katalanischer Bergsteiger und Wandervereine

In Literatur, Liedern und regionaler Bergtradition nimmt der Puigmal einen besonderen Platz ein – vergleichbar mit dem Stellenwert des Canigou für Nordkatalonien.


Vall de Núria – Herz der Region

Lage & Besonderheit

Das Vall de Núria ist eines der außergewöhnlichsten Hochtäler der Pyrenäen. Es liegt auf etwa 2.000 Metern Höhe und ist nicht mit dem Auto erreichbar.

Zugang nur:

  • per Zahnradbahn (Cremallera de Núria) ab Ribes de Freser

  • zu Fuß über historische Saumwege

Infrastruktur

Trotz der abgeschiedenen Lage bietet Núria:

  • Berghotel & Herberge

  • Restaurant und Café

  • Wallfahrtskirche Santuari de Núria

  • Wanderwege in alle Richtungen

Damit ist Núria ein idealer Stützpunkt für Bergwanderungen – besonders für den Puigmal.


Besteigung des Puigmal

Normalroute von Núria (klassischer Anstieg)

Start: Vall de Núria (ca. 1.960 m)
Gehzeit: 3–4 Stunden Aufstieg, 2,5–3 Stunden Abstieg
Höhenmeter: ca. 950 hm
Schwierigkeit: Bergwanderung (T3)
Technik: Trittsicherheit, keine Kletterei

Routenbeschreibung

Vom Talboden von Núria folgt man einem gut markierten Weg Richtung Süden. Der Pfad steigt zunächst moderat über Almgelände an, bevor er in weiten Kehren über offene Hänge höherführt. Im oberen Bereich wird das Gelände steiniger, bleibt aber technisch einfach.

Der Gipfel ist breit und unspektakulär geformt – die Aussicht jedoch ist überwältigend:

  • Vall de Núria tief unterhalb

  • Blick auf die französischen Pyrenäen

  • Panorama über die Ostpyrenäen


Alternative Anstiege

  • Von Fontalba (klassische Überschreitung nach Núria)

  • Von Err (Frankreich) – längere, einsamere Route

  • Gratvarianten für geübte Bergwanderer


Weitere wichtige Berge der Puigmal-Gruppe

Neben dem Puigmal lohnen auch folgende Gipfel:

  • Pic de Finestrelles (2.827 m) – schöner Aussichtsgipfel an der Grenze

  • Pic d’Eina (2.789 m) – ruhig und landschaftlich reizvoll

  • Pic de Noufonts (2.861 m) – ideal als Überschreitung von Núria

  • Pic de la Fossa del Gegant (2.798 m)

Diese Gipfel lassen sich hervorragend zu mehrtägigen Wanderungen kombinieren.


Beste Jahreszeit

  • Juni bis Oktober: ideale Bedingungen

  • Frühjahr: oft noch Schneefelder

  • Winter: beliebtes Skitouren- und Schneeschuhgebiet

Wind kann ganzjährig ein Thema sein – der Puigmal ist exponiert.

Leave a comment

Your Name
Your Email