Ein Besuch bei den Berggorillas in Uganda

Ein Besuch bei den Berggorillas in Uganda

Berggorillas in Uganda

Lebensweise und Soziales Zusammenleben

Die Berggorillas (Gorilla beringei beringei) sind eine der beiden Unterarten der östlichen Gorillas. Sie leben in den dichten Regenwäldern der Virunga-Vulkane und des Bwindi-Impenetrable-Nationalparks in Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. In Uganda sind sie hauptsächlich im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark und im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark anzutreffen

Berggorillas sind äußerst soziale Tiere und leben in Gruppen, die als Truppen bezeichnet werden. Eine Truppe besteht typischerweise aus 5 bis 30 Individuen und wird von einem dominanten Männchen, dem sogenannten Silberrücken, angeführt. Dieser Silberrücken übernimmt die Rolle des Beschützers und entscheidet, wohin die Gruppe Berggorillas in Uganda zieht, wo sie ruht und was sie frisst. Neben dem Silberrücken gibt es oft mehrere Weibchen und deren Nachwuchs sowie manchmal einige jüngere Männchen.

Die Ernährung der Berggorillas besteht hauptsächlich aus Blättern, Früchten, Rinde und kleinen Insekten. Sie verbringen viel Zeit damit, nach Nahrung zu suchen und zu fressen. Ihre starke soziale Bindung zeigt sich in der gegenseitigen Fellpflege, dem Spiel der Jungtiere und der engen Kommunikation innerhalb der Gruppe, die durch Lautäußerungen, Gesten und Blickkontakte erfolgt.

Artenschutzprojekte

Die Berggorillas sind stark vom Aussterben bedroht, und ihre Population wird auf etwa 1.000 Individuen geschätzt. Der Schutz dieser Tiere hat hohe Priorität, und es gibt mehrere Projekte und Organisationen, die sich diesem Ziel widmen.

Eines der bekanntesten Projekte ist die "Gorilla Doctors", eine Organisation, die sich um die medizinische Versorgung und das Monitoring der Gorillas kümmert. Sie bieten notfallmedizinische Hilfe und überwachen die Gesundheit der Gorillas regelmäßig.

Die Uganda Wildlife Authority (UWA) spielt ebenfalls eine zentrale Rolle im Schutz der Berggorillas. Sie implementiert Anti-Wilderer-Patrouillen, fördert Umweltbildung und arbeitet eng mit den lokalen Gemeinden zusammen, um alternative Einkommensquellen zu schaffen, die den Druck auf die natürlichen Ressourcen verringern.

Touristisches Gorilla-Trekking

Gorilla-Trekking hat eine immense touristische Bedeutung für Uganda und trägt erheblich zur Wirtschaft des Landes bei. Es bietet eine nachhaltige Einkommensquelle, die sowohl den Naturschutz als auch die Entwicklung der lokalen Gemeinschaften unterstützt.

Wo das Trekking stattfindet

In Uganda können Gorilla-Trekking-Touren im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark und im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark unternommen werden. Der Bwindi-Nationalpark ist besonders bekannt für seine große Population an Berggorillas und die verschiedenen Gruppen, die dort zu beobachten sind.

Kosten und Ablauf

Ein Gorilla-Permit, das die Erlaubnis zum Trekking gibt, kostet etwa 700 USD pro Person (Stand 2024). Dieses Permit ist notwendig, um an einer der geführten Trekkingtouren teilnehmen zu dürfen. Der Preis kann je nach Saison und Nachfrage variieren.

Der Ablauf eines Gorilla-Trekkings gestaltet sich wie folgt:

  1. Briefing: Am frühen Morgen treffen sich die Teilnehmer im Hauptquartier des Nationalparks. Hier werden sie von Rangern über die Regeln und Verhaltensweisen im Umgang mit den Gorillas informiert.
  2. Trekking: Unter der Führung erfahrener Ranger beginnt die Wanderung durch den dichten Regenwald. Die Dauer des Trekkings kann variieren und reicht von einer Stunde bis zu mehreren Stunden, je nachdem, wo sich die Gorillas gerade aufhalten.
  3. Beobachtung: Sobald die Gorillagruppe gefunden ist, dürfen die Besucher etwa eine Stunde bei den Gorillas bleiben. Diese Zeit erlaubt es, das Verhalten und die Interaktionen der Tiere aus nächster Nähe zu beobachten und zu fotografieren.
  4. Rückkehr: Nach der Beobachtung kehren die Teilnehmer zusammen mit den Rangern zum Ausgangspunkt zurück.

Das Gorilla-Trekking ist eine einmalige Erfahrung, die nicht nur Abenteuer und Naturerlebnis bietet, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum Schutz dieser faszinierenden Primaten leistet. Durch die Einnahmen aus dem Tourismus werden sowohl der Erhalt der Lebensräume der Gorillas als auch die Unterstützung der umliegenden Gemeinden gewährleistet.

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